TOP-7-BÜROMÄRKTE Q1-3/2026: Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau, Berlin und München setzen positive Entwicklung fort
HAMBURG / 01.10.2026
An den Top-7-Bürovermietungsmärkten lag der Flächenumsatz zum Ende des 3. Quartals 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Insgesamt wurden bis Ende September rund 2 Mio. m² Bürofläche vermietet oder eigengenutzt (Q3 2025: 1,99 Mio. m²).
„Hinter dem insgesamt stabilen Top-7-Ergebnis stehen, wie bereits in der ersten Jahreshälfte, sehr unterschiedliche Entwicklungen an den einzelnen Standorten“, ordnet Markus Müller, Sprecher von German Property Partners (GPP), ein. „Während insbesondere Berlin und München von mehreren großvolumigen Abschlüssen profitieren und auch Düsseldorf im dritten Quartal an Dynamik gewann, bleibt die Nachfrage an anderen Standorten verhalten. Die anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten erschweren Unternehmen weiterhin die langfristige Planung. Entsprechend bleiben viele Nutzer bei Anmietungsentscheidungen vorsichtig.“
- Der stärkste Umsatzzuwachs von 59 % zeigte sich in Berlin. Mit rund 572.000 m² erreichte die Bundeshauptstadt zugleich den höchsten Flächenumsatz im Top-7-Vergleich. Hierzu trug unter anderem die Anmietung der BVG im Berlin REO Campus, der bisher größte bekannte Abschluss des Jahres, bei. Auch in München legte der Flächenumsatz durch mehrere Großabschlüsse aus der ersten Jahreshälfte merklich zu (+20 % auf 476.000 m²). In Düsseldorf sorgte der Vertragsabschluss von Uniper im „NEW HEART on the block“ für ein Plus von 15 % im Vorjahresvergleich. An den übrigen Standorten erfasste GPP rückläufige Umsätze, insbesondere in Frankfurt (–38 %) und Köln (–31 %).
- An nahezu allen Standorten legte der Leerstand weiter zu, lediglich in Frankfurt (–1 %) und München (+2 %) blieb er etwa auf dem Vorjahresniveau. In der bayerischen Landeshauptstadt erhob GPP den höchsten Leerstand von rund 2,2 Mio. m², die deutlichste Zunahme zeigte sich in Berlin (+20 % auf 2,11 Mio. m²). Der Top-7-Leerstand erhöhte sich um 8 % auf 9,05 Mio. m², die Top-7-Leerstandsquote kletterte um 0,7 %-Punkte auf 9,4 %.
- Eigennutzer waren in Hamburg am aktivsten, dort machten sie 21 % des Flächenumsatzes aus. Darauf folgte Berlin mit einem Anteil von 12 %. In Düsseldorf und Köln blieben Eigennutzerabschlüsse aus. Die Top-7-Eigennutzerquote stieg um 2,3 %-Punkte auf 10 %.
- Die Durchschnittsmieten zeigten ein gemischtes Bild. Während sie an einigen Standorten in etwa auf dem Vorjahresniveau blieben, verzeichneten sie in Düsseldorf einen deutlichen Anstieg um 25 % auf 24,80 €/m²/Monat. In Frankfurt (–15 %) und Köln (–9 %) nahmen sie hingegen ab. Die höchste Durchschnittsmiete von 27,85 €/m²/Monat realisierte Berlin.
- Die Spitzenmiete blieb an den meisten Standorten auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums oder nahm leicht zu. In Düsseldorf sank sie hingegen um 18 % auf 38,40 €/m²/Monat. Die höchste Spitzenmiete von 59,10 €/m²/Monat zahlten Nutzer in München.
„Für das Schlussquartal erwarten wir an einigen Standorten noch Impulse durch größere Abschlüsse, insgesamt dürfte das Marktgeschehen jedoch von Zurückhaltung geprägt bleiben“, so Müller. „Eine breite Belebung der Nachfrage zeichnet sich bis zum Jahresende nicht ab.“ Für das Gesamtjahr 2026 rechnet GPP mit einem Top-7-Flächenumsatz auf dem Niveau des Vorjahres.
Zu dem Gewerbeimmobiliennetzwerk GPP gehören Grossmann & Berger Immobilien, Anteon Immobilien, GREIF & CONTZEN Immobilien, blackolive und E & G Immobilien.
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