Top-7-Büromärkte Q2/2019: Ergebnis des Vorjahres getoppt

Top-7, 01.07.2019Pressemitteilung

7 Top-Standorte, eine Herausforderung: Das Angebot für Büroflächen ist weiterhin in Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt knapp. Das geht aus aktuellen Zahlen von German Property Partners (GPP) hervor. 


ANGEBOT UND NACHFRAGE


Die Top-7-Leerstandsquote steht wie im ersten Quartal 2019 bei durchschnittlich 3,2 %. Zum Halbjahr 2018 stand sie noch bei 3,7 %. Guido Nabben, GPP-Sprecher: „An allen Standorten ist die Leerstandsquote weiter gesunken, außer in Frankfurt. Dort ist sie um 0,1 Prozent angestiegen und damit relativ stabil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.“ Der Flächenumsatz an den Top-7-Standorten lag im ersten Halbjahr 2019 bei 1,86 Mio. m² und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 8 % (Quartal eins und zwei 2018: 1,72 Mio. m²). Lediglich in München gab es einen Rückgang (-15 %), was nichts daran ändert, dass die bayrische Landeshauptstadt weiterhin den höchsten Flächenumsatz der Top-7-Standorte verbucht.

Hoch war die Nachfrage in Berlin, Düsseldorf, Köln und München vor allem in der IT- und Telekommunikationsbranche. In Hamburg war die Branche Handel und Gastronomie führend, Frankfurt wird seinem Klischee gerecht; die Finanzbranche dominierte dort die Nachfrage. In Stuttgart setzten Industrieunternehmen die meiste Fläche um.

SPITZEN- UND DURCHSCHNITTSMIETEN

 

Weil das Angebot an den einzelnen Standorten weiter knapp ist, stiegen auch die Mieten. In Berlin erreichte die Durchschnittsmiete ein Rekordniveau. Sie stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 von 20,50 €/m²/Monat auf 24,20 €/m²/Monat (+18 %) – der deutlichste Anstieg der Top-7-Standorte. Lediglich in Frankfurt ist die Durchschnittsmiete leicht von 20,50 €/m²/Monat auf 19,60 €/m²/Monat (-4 %) gesunken, während die Spitzenmiete um 1,50 €/m²/Monat auf 43,50 €/m²/Monat gestiegen ist. Bei der Spitzenmiete gibt es nur einen Standort, der einen leichten Rückgang vermelden kann: In München sank der Wert von 36,10 €/m²/Monat auf 35,50 €/m²/Monat (-2 %).

Guido Nabben: „An den Top-7-Standorten ist das Fertigstellungsvolumen 2019 mit 1,42 Mio. m² deutlich gestiegen. 2018 waren es noch rund 930.000 m². Aber auch die Nachfrage ist weiter stark, 79 % dieser Flächen sind bereits vorvermietet. Das spricht für den starken Wirtschaftsstandort Deutschland, sorgt aber auch für ein weiteres Ansteigen der Mietpreise. Die Nutzer sind heute deutlich früher am Markt und sichern sich gute Flächen für die Zukunft.“


PROGNOSE

 

Guido Nabben: „Die erste Hälfte 2019 lief gut an. Innerhalb des GPP-Netzwerkes rechnen wir zum Jahresende mit einem Gesamtumsatz von rund 3,7 Mio. m². Damit wäre das Vorjahresniveau nicht ganz erreicht. 2018 wurden insgesamt im Bereich der Büroimmobilien an den Top-7-Standorten 3,9 Mio. m² umgesetzt. Die Leerstandsquote wird sich auch 2019 weiter leicht nach unten bewegen, was tendenziell zu einem fortlaufenden Anstieg der Mietpreise führt.“

 

ALLE ZAHLEN AUF EINEN BLICK

 

Top bekannte Abschlüsse über 10.000 m² | Top-7-Standorte | 1.-2. Quartal 2019

Stadt

Projekt/Objekt

Mieter/Eigennutzer

Mietfläche (ca. m²) 

FFM

Projektentwicklung Lyoner Straße 13

DekaBank/Deutsche Girozentrale

46.200

HAM

„OTTO GOeast“, Werner-Otto-Straße 1-7

Otto Group

40.000

DUS

MIZAL, Plockstraße

WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG

34.100

STU

W 9, Weissacher Str. 9

Vector Informatik

25.000

HAM

„Unilever-Haus", Strandkai 1

Xing SE

22.000

STU

Urbanic, Schwieberdinger Str. 95-97

Siemens AG

20.000

BER

Büro- und Geschäftshaus Kudamm Eck, Kurfürstendamm 227-228

RSG-Group

19.500

MUC

Büropark Quadriga, Apianstraße 3-5a/2-20

Allianz

19.000

HAM

„EDGE ElbSide“, Amerigo-Vespucci-Platz

Vattenfall Europe

17.500

CGN

Projektentwicklung „KITE", Butzweilerhofallee / Rudi-Conin-Straße 4

Sparkasse KölnBonn AöR

16.000

Quelle: German Property Partners (GPP)

 

Top-7-Standorte | 1.-2. Quartal 2019

 

HAM

BER

DUS

CGN

FFM

STU

MUC

TOP-7

Flächenumsatz

in m² 

310.000

380.000

214.700

145.000

282.100

142.000

381.500

1.855.300 

Veränderung

ggü. Vorjahr in % 

24

15

18

16

9

18

-15

8

Spitzenmiete

in €/m²/Monat 

28,00

36,00

28,00

24,00

43,50

24,00

35,50

-

Durchschnittsmiete in €/m²/Monat 

17,10

24,20

16,25

16,00

19,60

15,90

18,75

-

Büroflächenbestand in Mio. m²

13,76

19,48

7,29

7,84

11,58

8,0

23,3

91,25

Leerstand

in m² 

419.500

310.000

537.000

185.000

888.300

168.000

400.000

2.907.800 

Leerstandsrate

in %

3,0

1,6

7,4

2,4

7,7

2,1

1,7

3,2

Fertigstellungen 2019 + 2020 in m²

275.000

920.000

267.000

230.000

489.500

289.900

530.000

3.001.000

Vorvermietungsquote 2019 + 2020 in %

72

57

83

80

57

53

85

67

 Quelle: German Property Partners (GPP)

 

TOP-7-BÜROMÄRKTE IM DETAIL

 

 HAMBURG | Grossmann & Berger

  • Geht es um den Flächenumsatz, dann legte Hamburg von allen Top-7-Standorten im ersten Halbjahr 2019 am deutlichsten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu: 310.000 m² wurden in der Hansestadt umgesetzt. 2018 waren es noch 250.000 m². Macht ein Plus von 24 %.
  • Die Durchschnittsmiete stieg um 9 % von 15,70 €/m²/Monat auf 17,10 €/m²/Monat. Auch die Spitzenmiete stieg um 8 % von 26 auf 28 €/m²/Monat an.
  • Die Leerstandsquote sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter auf einen Rekordtiefstand von 3,0 %. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,9 %. Da 72 % der 2019 und 2020 fertigzustellenden Flächen bereits vorvermietet sind, ist wenig Entspannung in Sicht.

DÜSSELDORF | Anteon

  • Anstieg des Flächenumsatzes auch in Düsseldorf: Wurden im ersten Halbjahr 2018 noch 182.000 m² umgesetzt, waren es in 2019 bisher 214.700 m² (+18 %).
  • Vor allem im Innenstadtbereich und den bevorzugten Lagen nimmt das Flächenangebot weiter ab, deshalb stiegen die Mietpreise: Die Durchschnittsmiete legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 % zu, liegt jetzt bei 16,25 €/m²/Monat. Die Spitzenmiete stieg von 27 auf 28 €/m²/Monat (+4 %).
  • Die Leerstandsquote sank weiter leicht und liegt bei 7,4 % (2018: 8,0 %). Im Vergleich zu anderen Standorten aber ein weiter komfortabler Wert, der nur von Frankfurt überboten wird.

STUTTGART | E & G Real Estate

  • Plus 18 %: So stark legte der Flächenumsatz in Baden-Württembergs Landeshauptstadt zu. 142.000 m² wurden umgesetzt, 120.000 m² waren es im Vorjahreszeitraum.
  • Während die Durchschnittsmiete mit 9 % recht deutlich anstieg (von 14,60 €/m²/Monat auf 15,90 €/m²/Monat), gab es bei der Spitzenmiete einen moderaten Anstieg um 2 % auf 24,00 €/m²/Monat (2018: 23,50 €/m²/Monat).
  • Das Flächenangebot ist in Stuttgart nach wie vor angespannt. Die Leerstandsquote sank leicht von 2,2 % auf 2,1 %. Mehr als die Hälfte der Flächen, die 2019 und 2020 fertiggestellt werden, sind bereits vorvermietet (53 %). 

KÖLN | GREIF & CONTZEN Immobilien

  • Vorvermietungen in Projektentwicklungen trugen mit fast 40 % maßgeblich zu dem bisherigen Flächenumsatz von 145.000 m² bei.
  • Die Spitzenmiete setzte ihre inzwischen anderthalb Jahre währende Anstiegsphase weiter fort und hat nun einen Wert von 24,00 €/m²/Monat erreicht.
  • Bis zum Jahresende wird voraussichtlich ein Fertigstellungsvolumen ca. 160.000 m² Bürofläche realisiert. Dies entspricht der höchsten Bautätigkeit seit dem Jahr 2009.
  • Die IT- und Telekommunikationsbranche löste mit 25.000 m² Umsatz die öffentlichen Einrichtungen und Verbände an der Spitze der umsatzstärksten Branchen ab.

BERLIN | Grossmann & Berger

  • Die Hauptstadt lag mit 380.000 m² Flächenumsatz sogar noch mit einem Plus von 15 % über dem sehr starken Ergebnis des Vorjahreszeitraums (330.000 m²).
  • Der rasante Anstieg der Mietpreise setzte sich auch im ersten Halbjahr des Jahres fort: Die Durchschnittsmiete legte um 18 % zu, stieg von €/m²/Monat auf 24,20 €/m²/Monat. Ein Plus von 13 % gab es bei der Spitzenmiete. Diese liegt aktuell bei 36,00 €/m²/Monat (2018: 32,00 €/m²/Monat).
  • Die Leerstandsquote ist an keinem Top-7-Standort so niedrig wie in der Hauptstadt. Mit 1,6 % liegt sie um nochmals 0,4 % niedriger als im vergangenen Jahr. Entspannung gibt es kaum: 57 % der 2019 und 2020 fertiggestellten Flächen sind bereits vorvermietet.

FRANKFURT | blackolive

  • In der Mainmetropole lag der Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr bei rund 282.100 m² und legte damit um 9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu (259.300 m²).
  • Keine Stadt der Top-7-Standorte hat eine so hohe Spitzenmiete. Diese ist im Vergleich zu 2018 nochmal angestiegen von 42,00 €/m²/Monat auf 43,50 €/m²/Monat (+4 %). Bei der Durchschnittsmiete lief Frankfurt aufgrund einer Reihe großer Anmietungen in Randlagen gegen den Trend. Sie sank um 4 % von 20,50 €/m²/Monat auf 19,60 €/m²/Monat.
  • Und auch bei der Leerstandsquote ist die Finanzstadt gegenläufig zum Bundestrend: 7,7 % sind nicht nur der komfortabelste Wert im Top-7-Vergleich, sondern auch 0,1 % mehr als im Vorjahreszeitraum. IM CBD allerdings sank die Leerstandsquote um 0,1 % auf 4,9 %.

München | E & G Real Estate

  • München ist der einzige Top-7-Standort, an dem der Flächenumsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Statt 450.500 m² wurden im ersten Halbjahr 2019 381.500 m² (-15 %) umgesetzt.
  • Auch bei der Spitzenmiete schwamm München gegen den Strom. In der bayrischen Landeshauptstadt sanken die Preise um 2 % von 36,10 €/m²/Monat auf 35,50 €/m²/Monat.
  • Die Leerstandsquote sank auf 1,7 %, im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,3 %.
  • Einen deutlichen Rückgang gab es beim Flächenumsatz der Co-Working-Anbieter: 2018 fielen im ersten Halbjahr noch 40.500 m² auf dieses Segment, 2019 waren es bisher 17.500 (-57 %).

Pressekontakt


Dennis Weinacht

Frankfurt
Reuterweg 18
D-60323 Frankfurt
Telefon +49 (0) 69 / 9074487 - 61
Fax +49 (0) 69 / 9074487 - 10
Email dennis.weinacht@blackolive.de
Internet www.blackolive.de

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